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Bürger können ab Mai zwischen Gelbem Sack und Gelber Tonne wählen

22.04.04 | Abfuhr alle 14 Tage - Keine zusätzlichen Gebühren
Bürger können ab Mai zwischen Gelbem Sack und Gelber Tonne wählen
Eingerahmt von den beiden Müllwerkern Andreas Liebenow und Mario Manteufel. (v.l.) Manfred Hugo, Ronald Kelle, Dr. Joseph Rottmann, Dr. Andreas Grisar, Christian Niehaves.

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Die Bürger im Landkreis Osnabrück haben ab Mai 2004 die Wahl zwischen dem Gelben Sack und einer Gelben Tonne. Das ist das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen der AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH und der Dualen System Deutschland AG (DSD). Neu ist auch der Abhol-Rhythmus von 14 Tagen. Zusätzliche Gebühren entstehen durch diesen Service nicht.

"Bei der AWIGO nimmt die Kundenfreundlichkeit einen sehr hohen Stellenwert ein", sagt Landrat Manfred Hugo. So hätten mehrere Umfragen gezeigt, dass viele Bürger statt der Gelben Säcke lieber eine Gelbe Tonne für die Entsorgung ihres Verpackungsmülls verwenden würden. Viele Menschen störe es, dass die Gelben Säcke bei Wind und Wetter durch die Gegend flögen oder der Müll in den Säcken Ungeziefer anlocke.

"Deshalb hat die AWIGO im Interesse der Bürger mit DSD über die bestehenden Bedingungen bei der Entsorgung des Verpackungsmülls verhandelt", so Christian Niehaves, Geschäftsführer der AWIGO. Herausgekommen sei neben einer zweiwöchentlichen Abfuhr des Verpackungsmülls auch eine Wahlmöglichkeit für eine Gelbe Tonne statt der Gelben Säcke. Beide Verbesserungen würden ab Mai umgesetzt.

"Der Verpackungsmüll mit dem grünen Punkt der DSD ist ein Sonderfall bei der Müllabfuhr", erläutert Abfallexperte Niehaves. Jeder Konsument habe bereits mit dem Kauf eines Produktes die Entsorgung der Verpackung bezahlt. Für den Bürger sei es außerdem wichtig zu wissen, dass neben der Gelben Tonne der Gelbe Sack auch dann weiter benutzt werden kann, wenn die Gelbe Tonne einmal nicht ausreichen sollte. Verantwortlich für die Entsorgung des Verpackungsmülls mit dem grünen Punkt sei DSD, so Niehaves. Die DSD AG wiederum schließe auf der Grundlage der mit der AWIGO ausgehandelten Rahmenbedingungen ihrerseits Verträge mit Entsorgungsunternehmen.

"Im Landkreis Osnabrück ist das Unternehmen Städtereinigung Holtmeyer von der DSD AG beauftragt worden, den Verpackungsmüll abzufahren", ergänzt Ronald Kelle, Betriebsleiter des Georgsmarienhütter Entsorgungsunternehmens. Sowohl die vierzehntägige Abfuhr als auch die Einführung der Gelben Tonne werde von Holtmeyer organisiert und durchgeführt.

"Wir wollen die Wahlmöglichkeit für die Gelben Tonnen möglichst bürgernah und unbürokratisch gestalten", betont Ronald Kelle. Wer zunächst seinen Verpackungsmüll im Gelben Sack sammele und dann in die Gelbe Tonne werfe, verursache allerdings zwei Probleme, so Kelle. "Die Entsorgung des Verpackungsmülls wird teurer, und das geht zu Lasten der Verbraucher. Außerdem wird das Volumen der Gelben Tonne mit befüllten Gelben Säcken zu wenig ausgenutzt", so Betriebsleiter Kelle.

Würden die Säcke dann in die Tonne gepresst, passiere es, dass die Gelben Säcke mit dem leichten Verpackungsmüll beim Schütten der Tonne darin hängen blieben, so Kelle. "Den Bürgern, die sich für eine Gelbe Tonne entscheiden, empfehlen wir deshalb dringend, den Verpackungsmüll direkt in die Tonne zu werfen", raten Niehaves und Kelle übereinstimmend.

Zu bestellen ist ein Antragsformular für die Gelbe Tonne ab Montag, 26. April, unter der Rufnummer (0 18 05) 90 50 90. Aus organisatorischen Gründen ist der Antrag vom Hauseigentümer zu stellen.





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